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Pilze sind Nährstoffbomben!

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Pilze bilden das dritte große Reich, neben den Tieren und Pflanzen. Wie Pflanzen sind sie sesshaft, können jedoch keine Synthese betreiben und ernähre sich von organischem Material. Sie haben außerdem Zellwände, wie die Pflanzen, die allerdings aus Chitin nicht aus Cellulose bestehen. Bekannt sind bis heute 100.000 Pilzarten, Experten schätzen den Bestand aber auf 5 Millionen. All diese Pilze haben unterschiedlichste Erscheinungsformen und können einen bedeutenden Beitrag zu einer gesunden Ernährung eisten.

Eine kurze Geschichte der Pilze

Menschen ernähre sich schon seit der Steinzeit von Speisepilzen. In dieser Zeit wurden die Pilze oft für die Winterzeiten getrocknet. Ein paar Jahre später, im Mittelalter, galten die Pilze als Arme-Leute-Essen, während die Barockzeit den Pilz wiederum als Delikatesse feierte. In Asien spielen Pilze schon seit langer Zeit eine weitaus bedeutendere Rolle als in Europa. Hier werden zum Beispiel Shiitake Pilze bereits seit über 2000 Jahren gezüchtet und weitere Pilze werden bis heute als Heilmittel und Medizin verwendet. 

In Europa wurden in Frankreich 1650 die ersten Champignons kultiviert. Mittlerweile ist die Ernährung mit Pilzen auch in Europa weit verbreitet.  Neben Champignons wurden Wege gefunden auch andere Pilze zu kultiviere. Darunter Shiitakepilze, Kräuterseitlinge, Austernpilze und sogar Trüffel. Ihre gesundheitliche Vorteile Pilze sind überzeugend und außerdem sind sie in der Küche vielfältig einsetzbar, ob roh, gegrillt, gebraten, gekocht oder eingelegt.

Reich an Proteinen

Durch die wachsende Nachfrage nach Fleischalternativen haben Pilze zusätzlich an Beliebtheit gewonnen. Denn Soja ist nicht für jeden die ideale Lösung. Abgesehen von negativen Umweltfolgen des Sojaanbaus in Südamerika, klagen vor allem Frauen über Unverträglichkeiten. Menschen mit Histaminproblemen, können nicht auf Soja als Fleischersatz zurückgreifen. Pilze bieten hier einen super Ersatz, denn sie liefern wertvolle Eiweiße. Die meisten von ihnen sind eiweißhaltiger als Gemüse, mit 2 bis 6% Eiweißanteil.

Ballaststoffe

Pilze sind reich an Ballaststoffen, welche die Verdauung fördern, vor Darmkrebs schützen und das Herzinfarktrisiko senken. Die meisten von uns nehmen im Durchschnitt nur 20 Gramm Ballaststoffe zu uns, obwohl 30 Gramm für eine ausgewogene Ernährung laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfohlen werden.  

Pilze können also auch für eine schlanke Linie sorgen. Sie bestehen aus rund drei Viertel Wasser, enthalten kaum Fett und sind auf Grund des Chitins langsam verdaulich. Sie halten also lange satt. Abhängig von der Pilzart enthalten sie zwischen 2 und 16 Gramm Ballaststoffe. Kleiner Tipp: Gut kauen!

Mineralstoffe

Pilze sind reich an Kalium und Eisen. Kalium ist vor allem für den Muskelaufbau ausschlaggebend. Kaum zu glauben, aber Pilze enthalten 20% mehr Kalium als Fleisch. Der hohe Anteil an Eisen in Pilzen kann darüber hinaus Anämien (Blutarmut), Abwehrschwäche und Müdigkeit vorbeugen.

Spurenelemente

Zusätzlich enthalten Pilze wichtige Spurenelemente. Selen zum Beispiel stärkt das Immunsystem und aktiviert die Schilddrüsenhormone. Die DGE empfiehlt 30 bis 70 Mikrogramm Selen pro Tag. Studien zu folge besteht sogar ein Zusammenhang zwischen einer Unterversorgung an Selen und Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Shiitake enthält mit 76 Mikrogramm besonders viel davon.

Auch Zink erfüllt im Körper wichtige Funktionen: Stoffwechsel, Immunsystem du Hormonhaushalt sind vom Zinkhaushalt beeinflusst. Die WHO (World Health Organisation) empfiehlt 12 bis 15 Milligramm Zink am Tag. Vor allem Austernpilze sind reich an Zink mit knapp 0,9 Milligramm. Der Zinkgehalt von Pilzen ist mit dem von Fisch vergleichbar.

Vitamine

Vitamin A kommt vor allem in tierischem Gewebe vor, aber seine Vorstufe ist auch in Pflanzen du Pilzen enthalten und wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Vitamin A sorgt für eine niedrigere Infektionsanfälligkeit und zusätzlich auch noch schöne Haare. Auch in Sache Vitamin-B ist der Pilz nicht zu unterschätzen. Pilze sind ein Niacinlieferant und vergleichbar mit Fleisch und Fisch.

Viele unter uns leiden an Vitamin D Mangel. Die Nahrung deckt nur minimale Mengen des Vitamin D Bedarfs ab. Lediglich Fisch liefert relevante Mengen an Vitamin D. Für Veganer und Vegetarier ist das jedoch keine Option. Pilze können hier Abhilfe schaffen. Sie decken zwar nicht den kompletten Bedarf, aber können zur Deckung beitragen.

 

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